Grund- und Mittelschule Wackersdorf
2⃣ Die Grund- und Mittelschule Wackersdorf wurde von August 2006 bis März 2010 komplett saniert und teilweise neugebaut. Mit dem Neubau wurde eine moderne, zeitgemäße Architektur unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen des Schulbaus realisiert. Helle lichtdurchflutete Räume schaffen in Verbindung mit ökologischen Baustoffen eine angenehme Atmosphäre für Schüler und Lehrer. Die Schulsanierung bzw. der Schulhausneubau beherbergt insgesamt 17 Klassenzimmer mit den notwendigen Fachräumen. Das Gebäude erhält eine Aufzugsanlage, die barrierefrei und rollstuhlgerecht ausgeführt wird. Die vorhandenen Gebäude wurden in Teilbereichen saniert, um wie im Neuabu die Basis für eine angenehme Atmosphäre und ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu schaffen. Großen Wert wurde auch auf eine moderne und zukunftsweisende IT- und Elektroinstallation gelegt. Es wurde zusätzlich für die verschiedenen Formen der „Schulbetreuung“ (Mittagsbetreuung, Ganztagsbetreuung usw.) eine Schulküche eingebaut. Dieses Angebot wird von den Schülern sehr gut angenommen. Die Mensa versorgt die Schüler und Lehrer mit einem Mittagsmenü. Auch kann sie für die Versorgung von Abendveranstaltungen genutzt werden. Eingebaut wurden hochwertige Geräte zur Zubereitung und Ausgabe von Speisen. Die Außenanlagen und der Sportplatz wurden in diesem Zug ebenfalls erneuert. Die Freiflächen der Schule sind überwiegend grün und naturnah konzipiert. Die vorhandenen Elemente aus der alten Schule und der Umgebung wurden dabei bestmöglich aufgegriffen und weiterentwickelt. Es gibt nun einen großen, grünen Pausengarten am Hang mit vielfältigen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Der alte Sportplatz wurde saniert und zum Allwetterplatz mit Laufbahn, Weitsprunganlage und Beach-Volleyballfeld umgebaut. Für den Vorbereich des Haupteingangs hat der Künstler Hans Mayer („Mayan“) ein Kunstwerk „Lebensgeister“ gestaltet. Das skulptural angelegte Kunstwerk umfasst neun „Lebensgeister“, die aus Flossenbürger Granit in unterschiedlicher Oberflächenbehandlung ausgeführt wurden. Symbolisch steht das Ensemble für die schulische Gemeinschaft innerhalb neun Jahrgangsstufen. - Schulen und Bildungseinrichtungen
 »
Heimat- und Braunkohlemuseum Steinberg am See
2⃣ Einziges Braunkohlenmuseum Süddeutschlands im Erholungsgebiet am Steinberger See Die Heimatgeschichte der Region war und bleibt jahrzentelang untrennbar mit der Bayerischen Braunkohlen Industrie AG (BBI) verbunden. Die BBI prägte nach den Weltkriegen das wirtschaftliche Wachstum und den Lebensstand der Bevölkerung. GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG Die Braunkohle entstand im Tertiär vor etwa 18 bis 20 Millionen Jahren. Um 1800 wurden die ersten Funde bekannt. Ein Untertagebergbau wurde 1845 wegen Unrentabilität eingestellt. 1904 lebte der Bergbau wieder auf. Die „Bayerische Braunkohlen und Brikett-Industrie-Gewerkschaft-Klardorf“ wurde gegründet. Die Gewerkschaft wurde 1906 in die „Bayerische Braunkohlen Industrie AG“ umgewandelt. Die Kohle nutzte man vorwiegend zur Brikettherstellung. Ab 1930 wurde das nahegelegene Dampfkraftwerk Dachelhofen versorgt. 1948 wurde das Nordfeld erschlossen. Die Ortschaft Wackersdorf musste zu diesem Zweck vollständig verlegt werden. Ab 1951 begann die Zeit der Massenförderung mit Großgeräten (Schaufelradbaggern) und Umstellung der Kettenbahn auf Bandbetrieb. 1963 wurde das nördlichste Abbaufeld Rauberweiher erschlossen. 1964 war das ergiebige Nordfeld erschöpft, die Brikettfabrik wurde eingestellt. Mitte der 60er Jahre waren bei der BBI ca. 28 km Bandstraßenlänge aufgebaut. Die BBI war federführend in der Entwicklung der „Deutschen Tagebautechnik“. Anfang der 70er Jahre war die BBI zweitgrößter Braunkohlenförderer der damaligen Bundesrepublik. Täglich wurden bis zu 30.000 Tonnen Kohle zur Stromerzeugung genutzt. 1982 waren die Gesamtkohlevorräte erschöpft, die Firma wurde nach einer Betriebszeit von 76 Jahren aufgelöst. In dieser Zeit wurden 36 Tagebaue betrieben. Insgesamt wurden 180 Millionen Tonnen Kohle gefördert. Damit wurden 88 Milliarden Kilowattstunden Energie erzeugt. Die ausgekohlten Tagebaue wurden mit Wasser gefüllt. Man schuf 6 Seen mit ca. 650 Hektar Wasserfläche und 30 km Uferzonen. - Museen und Ausstellungen
 »