FFW Niedermurach
1⃣ Auf eine bald 150jährige Vereinsgeschichte kann die Freiwillige Feuerwehr Niedermurach zurückblicken. Es war nicht immer leicht, den Feuerwehrverein durch die Wirrnisse der Zeit zu führen. Trotzdem fanden sich immer wieder engagierte und couragierte Bewohner von Niedermurach, die dem Verein und damit der Dorfgemeinschaft dienten. Aus der Verantwortung heraus fiel dem Feuerwehrverein von Anfang an auch die Rolle eines dörflichen Kulturträgers zu. Deshalb wurde die nachfolgende Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Niedermurach nicht als absolut reine Feuerwehrgeschichte verfasst. Vielmehr sollte die Verbindung zum kulturellen Leben in Niedermurach hergestellt und interessante Ereignisse in Erinnerung gerufen werden. Die Feuerwehr war ja schließlich an nahezu allen Geschehnissen beteiligt und so lag der Gedanke nahe, die Vereinsgeschichte in Verbindung mit heimatkundlichen Begebenheiten zu Papier zu bringen. Auffallend oft erscheint in den Aufzeichnungen der Feuerwehr der Name Gillitzer und bedarf deshalb einer kurzen Erläuterung. In der ersten Mitgliederliste des Vereins befinden sich nicht weniger als sechs Personen mit Namen Gillitzer, davon allein drei mit Vornamen Josef, zwei hießen Anton und einer Johann. Außerdem hatte Niedermurach zur Zeit der Feuerwehrgründung bis nach dem Ersten Weltkrieg zwei Gaststätten mit Namen Gillitzer. In den Niederschriften der Vereinsversammlungen wurden deshalb zur Unterscheidung immer die Hausnummern dahinter gesetzt. Das Gasthaus Gillitzer, Haus Nr. 15, ist der heutige Brauerei-Gasthof Pröls. Zu diesem Haus gehörte früher auch eine Metzgerei, weshalb es auch Metzgerhaus genannt wurde. Es ist das Stammhaus der Gillitzerfamilien. Das Gasthaus Gillitzer, Haus Nr. 31, ist namentlich so geblieben; es heißt auch „Zum Goldenen Hirschen” und ist das Vereinslokal der Feuerwehr. Die Zuordnung der Personen mit Namen Gillitzer zu den beiden Gasthäusern bedürfte einer eigenen familienkundlichen Erforschung. Fest steht jedoch, dass ein Josef, ein Anton sowie Josef Gillitzer junior II (späterer Kommandant), aus dem heutigen Gasthaus Pröls stammten. Für den Leser sei noch hingewiesen, dass alle in kursiver Schrift gehaltenen Texte Auszüge aus Niederschriften darstellen und einschließlich Rechtschreibfehlern wiedergegeben sind. Die Geschichte ist in chronologischer Folge geschrieben und beinhaltet alle wichtigen Ereignisse eines jeden Jahres. Diese geschichtliche Betrachtung wurde nach bestem Wissen erstellt und durch Befragen älterer Niedermuracher Bürger ergänzt und untermauert. Sie erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit, ist aber in hohem Maße ein Spiegelbild des regen Vereins- und kulturellen Dorflebens, in dem sich so manche Niedermuracher wieder finden können. Bei aller Bescheidenheit der Dorfbewohner können sie stolz auf ihre Feuerwehr sein, deren Aktive mit ihrem Dienst an der Allgemeinheit auch ihre Liebe zum Pfarr- und Heimatdorf Niedermurach zum Ausdruck bringen. Josef Böhm - Feuerwehr
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Burg Wernberg
1⃣ Die malerische und gut erhaltene Burg Werberg liegt auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Bergrücken, der nach Norden hin vom Schilternbachtal eingegrenzt wird. Die Burg ist von einem Ringgraben mit beeindruckender Tiefe und Breite umgeben, der Aushub wurde außen als Wall aufgeschüttet. Vor der Burg befindet sich ein dreiseitiger, landwirtschaftlich genutzter Hof, der offensichtlich als Vorburg und Burggut gedient hat. Geschichte: Über den Bau und die älteste Geschichte der Burg sind leider nur lückenhafte Angaben vorhanden. Man vermutet, dass die Landgrafen von Leuchtenberg lange Zeit Eigentümer der Burg waren. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahr 1280. In diesem Jahr erwarb Konrad von Paulsdorf die Burg von zwei adeligen Luiginbergern - verkaufte sie allerdings bereits im Jahr 1281 weiter an das Geschlecht der Familie Nothaft. Im Jahr 1401 wird die von Heinrich Nothaft errichtete Kapelle zur St. Georg-Kapelle konsekriert. Mit Unterbrechungen wurde die Burg bis ins 16. Jahrhundert von der mächtigen Rittersfamilie Nothaft bewohnt, während der Lehensherr wechselt (Böhmen, Bayern). Ab 1509 wird der Ritter Wisbeck zu Velburg als Besitzer geführt. Von 1530 bis zum Tod von Max Adam (1646) - dem letzten Landgrafen von Leuchtenberg - kam die Burg in den Besitz der Leuchtenberger. Die anschließend häufig wechselnden Besitzer der Burg ließen diese immer mehr verfallen. 1714 kam Burg Wernberg in den Besitz von Bayern. Bis 1803 war sie oberpfälzisches Pfleggericht, anschließend Strafanstalt. Der Freistaat Bayern verkaufte die Burg an Hauptmann Peritzhoff. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb 1919 Graf von Schall-Riaucour die Feste und restaurierte verschiedene Gebäude. 1992 erwarb schließlich die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz die Burg Wernberg und restaurierte sie zusammen mit der Firma Conrad Electronic zum Hotel mit Restaurantbetrieb. Die Familie Conrad pachtete die Burg auf 99 Jahre. Nach rund sechs Jahren Planung, Bauarbeiten und Restauration (35 Mio. DM Bausumme) eröffnete im Jahr 1999 das Hotel Burg Wernberg. Baustil: Im Grunde romanischer Baustil. Das Bild der Anlage prägen vor allem späte Bauten aus Gotik und Renaissance. Der fast ganz umlaufende, sehr enge Zwinger, der Torbau und die Mauertürme sind Zugaben des 14. und 15. Jahrhunderts. Die schönen Renaissancearkaden im Inneren der Burg stammen aus dem 16. Jahrhundert, der Palas dahinter ist älteren Ursprungs. Die Burgkapelle wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Ihre Innenausstattung stammt aus dem Rokoko, einzelne Figuren aus dem 16. Jahrhundert. Heute: In den robusten und authentischen Burgmauern der Burg Wernberg befindet sich heute das Hotel Burg Wernberg mit meisterlicher Küche. Vielfältige Veranstaltungen - von Hochzeiten in der Burgkapelle bis zu Sommerkonzerten im Burggraben - bereichern das Angebot der Region. Unterhalb der Burg befindet sich heute das von dem italienischem Designer Michele De Lucchi errichtete "Gedankengebäude", welches für Tagungen genutzt wird. Weitere Informationen unter www.burg-wernberg.de. Bildnachweis: Stefan Gruber - Burg Wernberg Dieser Eintrag erfolgt über die Content-API eT4 META® der hubermedia GmbH (http://hubermedia.de/et4-meta). - Burgen und Schlösser
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Burg Trausnitz im Tal
1⃣ Stolz erhebt sich am Ortsrand die Burg Trausnitz, in der auch ein Teil der Jugendherberge untergebracht ist. Die Burg Trausnitz hatte bis vor ca. 400 Jahren die verschiedensten Ritter und Adeligen als Besitzer und Herren. Lange waren dies die Grafen Zenger von Zangenstein, deren Wappen auf die wirtschaftliche Bedeutung der Oberpfalz, als "Ruhrgebiet des Mittelalters", verweist. Im Jahr 1830 kaufte König Ludwig I. die Burg, die noch heute im Eigentum des Freistaats Bayern steht. Bereist nach dem 2. Weltkrieg wurde in der Burg ein Erholungsheim für Kinder und Jugendliche eingerichtet. In den 60er Jahren übernahm das Deutsche Jugendwerk die Trägerschaft. 1997 erfolgte, in Zusammenarbeit des Freistaates Bayern, der Gemeinde Trausnitz und des deutschen Jugendwerks eine Totalrestaurierung der Burg sowie die Erweiterung der Jugendherberge auf das umliegende Gelände und das benachbarte Feldschlössl. Heute befindet sich in der neu sanierten Burg eine Jugendherberge mit ganz besonderem Ambiente und speziellen Ritterangeboten. Aber auch zahlreiche weitere Angebote zum Erleben der wilden Naturlandschaft des Pfreimdtals samt Stausee bietet die Jugendherberge an. Bildhinweise: Landkreis Schwandorf, Tourismuszentrum Landkreis Schwandorf „Trausnitz im Tal Burg“ von Alois Köppl http://online-2000.de/ - Eigenes Werk (eigenes Bild). Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons „Trausnitzimtal3“ von PeterBraun74 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - Burgen und Schlösser
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