Stadtmuseum Nittenau
Die erste Erwähnung Nittenaus datiert in das Jahr 1007. Der spätere Kaiser Heinrich II. schenkte dem neugegründeten Bistum Bamberg den Ort Nittenau mit umfangreichem Waldbesitz. Ausgestellt ist die Kopie der Urkunde, das Original befindet sich im Staatsarchiv Bamberg. Das hölzerne Stadtmodell basiert auf dem Grundriss des Katasterblattes von 1832 und zeigt in Rekonstruktion eine Vielzahl von Häusern, wie sie auf alten Fotos überliefert sind. Viele dieser prägenden Bauten sind mittlerweile abgerissen oder modernisiert. In einigen Details lässt sich die Stadtentwicklung ablesen. Die Ummauerung, wohl im 15. Jahrhundert angelegt, verhinderte die Siedlung nach außen. Die drei gotischen Stadttürme markieren die Hauptverkehrsrichtungen. Der alte Weg von Regensburg nach Böhmen führte bei Nittenau über den Regen. Die Stadtansicht, ein Ölbild aus dem Dekanat Cham, zeigt die bekannte Silhouette Nittenaus. Der Stadtgeschichtsraum wird mitunter in die Sonderausstellung einbezogen, davon zeugt noch die Nachbildung der Beleuchtungssituation (im Stadtmodell) von 1909, dem Jahr, als der elektrische Strom in Nittenau Einzug gehalten hat. Mehrere einschneidende Ereignisse prägen den Ort und das historische Bewusstsein seiner Bürger. Eines davon ist sicherlich das Rückzugsgefecht der Österreicher gegen die Franzosen 1809. Ein Diorama, orientiert an einer bekannten Graphik, zeigt Kampfgetümmel auf dem heutigen Marktplatz. Originale Kanonenkugeln und ein Eingerichte mit Flintenkugeln zeugen von dem grossen historischen Engagement des Nittenauers Franz Michael Loritz (1856-1926), das nicht hoch genug bewertet werden kann. Viele wissenschaftliche Studien fussen auch heute noch auf seinen Darstellungen. - Museen und Ausstellungen
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Katholische Nebenkirche St. Jakob
Die romanische Kirche (sog. "Alte Pfarre") liegt auf einem Hügel in der Vorstadt Aign. Bis 1597 befand sich hier der Friedhof.  Eine der ältesten romanischen Chorturmkirchen Bayerns, noch vor St. Andreas in Regensburg-Prüfening, um 1100. Die Mauertechnik des ältesten Gotteshauses in Neunburg vorm Wald weist daraufhin, dass das Bauwerk im 11. Jh. errichtet worden sein dürfte. Erste urkundliche Nennung 1289. Renovierungen 1498, 1603 und 1879. Außeninstandsetzung 1953. Schlichte, in ihrem historischen Bestand gut erhaltene Anlage aus kleinen, quaderartig zugerichteten Granit-Bruchsteinen mit ausgestrichenen Fugen, verputzt. Rundbogenfenster und rund geöffnete Steinscheiben aufgedeckt, eine rechteckige Einstiegsöffnung in Höhe der Westempore, Eingang darunter verändert. Annähernd quadratischer Turm mit Pyramidendach, allseitig zwei rundbogige Schallöffnungen; im Untergeschoß kreuzgratgewölbter Chor mit östlich vorspringender Apsis. Flachgedeckter Saalraum; im Westen Holzempore. Holzfigur der hl. Kümmernis, 17. Jh. Ölbilder: Kreuztragung Christi und Enthauptung des hl. Jakobus, 2. Hälfte 18. Jh. Grabdenkmäler: an der Südaußenwand des Chors mehrere, vor allem kulturhistorisch bemerkenswerte Grabplatten des Spätmittelalters mit Flachreliefs von Kreuzen und beigefügten Handwerkerzeichen, durchweg ohne Inschriften. Bildnachweis: Stadt Neunburg vorm Wald - Katholische Nebenkirche St. Jakob Dieser Eintrag erfolgt über die Content-API eT4 META® der hubermedia GmbH (http://hubermedia.de/et4-meta). - Kirchen und sakrale Bauten
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