Geotop Wackersdorfer Braunkohle - Geotop Nr. 99
Eine weite Seenlandschaft, das Relikt des hier bis in die 1980er Jahre umgehenden Braunkohlebergbaues, prägt heute die Umgebung von Wackersdorf. Bis 1982 wurde im Bereich Wackersdorf / Steinberg am See durch die Bayerische Braunkohle Industrie AG (BBI) im großen Stile Braunkohle abgebaut. Viele Tagebaugruben wurden noch während der Zeit der Kohleförderung mit Abraum aus neuen Gruben aufgefüllt. Nach dem Ende der BBI hat man mit großem Erfolg versucht, durch Rekultivierung die restlichen Gruben wieder ins Landschaftsbild zu integrieren. Hierbei sind beispielsweise der Murner See, der Brückel See und der Steinberger See entstanden, die heute ein überregional bekanntes Freizeit- und Erholungsgebiet bilden. Im ehemaligen Abbaugebiet Westfeld südlich von Wackersdorf ist noch heute ein Kohleflöz sichtbar. Dieser geologisch und bergbaugeschichtlich bedeutende Aufschluss stellt das Geotop Nr. 99 dar. Die E.ON Energie AG, die Eigentümerin der Grundstücke ist, auf denen sich das Geotop befindet, gestattet der Gemeinde Wackersdorf den Bereich des Geotops der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gemeinde übernimmt im Gegenzug die Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht für die Vertragsfläche. Durch E.ON wurden eine Besucherplattform sowie ein entsprechender Zugang errichtet. Dabei wurde mittels besucherlenkender Maßnahmen, wie Geländer, Aussichtsplattform und Abgrenzungen, darauf geachtet, dass die Natur des Geotops nicht durch die Besucher beeinträchtigt wird. Dieser Eintrag erfolgt über die Content-API eT4 META® der hubermedia GmbH (http://hubermedia.de/et4-meta). - Bauten und Denkmäler
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Bäuerliches Heimatmuseum Oberpfälzer Wald in Seebarn
Das Dorf Seebarn kann sich auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon 1133 wurde „Sewarn“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorfbild wird ganz entscheidend durch ein sehenswertes Bauensemble geprägt, bestehend aus Kirche, Pfarrhof, Pfarrstall, Ölberg, Schulturm und Schulgebäude. Im ehemaligen Pfarrhaus und im 1. Stock des Pfarrstalls wird in verschiedenen Räumlichkeiten seit 1999 das Heimatmuseum untergebracht. Dort wird die Lebens- und Arbeitsweise der Bauern unserer Heimat anschaulich mit vielen Ausstellungsstücken und Beschreibungen dargestellt. In den vergangenen Jahren wurden im Pfarrhof zwei weitere denkmalgeschützte Holzbauten aufgestellt: Ein Getreidekasten in Blockbauweise von Anfang des 19. Jahrhunderts und ein hölzerner Stadl aus dem Jahre 1908. Beide Holzbauten sind mit bäuerlichen Geräten und Gegenständen bestückt. Im ehemaligen Pfarrstall ist die Ausstellung "Tiere der Heimat – Heimat für Tiere" untergebracht. Im Ausstellungsraum „Religiöses Brauchtum“ finden Sie beeindruckende sakrale Exponate. Als besonderes Kleinod erweist sich die unterm Dachgebälk untergebrachte Dorfschule, ausgestattet mit Originalmobiliar aus der Seebarner Schule (Bestand bis 1970). Zusätzlich finden Sonderausstellungen zu den Themen Waldarbeit, Landwirtschaft und bäuerlicher Haushalt statt. Eine weitere Attraktivität ist das vom Heimatverein Seebarn erworbene denkmalgeschützte Rankl-Anwesen, einer der noch selten im Original erhaltenen landwirtschaftlichen Bauernhöfe im Sinne eines Wohn-Stallhauses. Dazu gehören zwei Scheunen und eine neu angelegte Streuobstwiese mit alten Obstsorten In einer der Scheunen – der sogenannten Kinderscheune – ist eine weitere Sonderausstellung zu sehen und zwar altes Spielzeug. Eine besondere Attraktion stellt hier die große Modelleisenbahn dar. Bildhinweis: Heimatverein Seebarn e.V. - Museen und Ausstellungen
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